DER SPIEGEL
Musk schiebt Marspläne auf

Elon Musk: Eine Art Back-up-Planet für die Erde
Foto:Bloomberg / Getty Images
Im Jahr 2002 hatte Elon Musk viel Zeit und noch mehr Geld. Der Unternehmer hatte seine Beteiligung am Bezahldienst PayPal verkauft. Außerdem hatte er mit den Folgen einer Malariaerkrankung zu kämpfen und verbrachte viel Zeit im Bett. Beim Lesen stieß er auf die Arbeit der Mars Society. Die Lobbyorganisation machte sich für die Besiedlung des Planeten Mars stark, als eine Art Back-up-Planet für die Erde, wenn es hier zu einer Katastrophe kommen sollte.
Musk war begeistert. Als er wenig später sein Raumfahrtunternehmen SpaceX gründete, tat er das mit einem klaren Ziel: Die Firma sollte es mit ihrer Technologie möglich machen, dass Menschen zum Roten Planeten fliegen und dort dauerhaft leben können. Wieder und wieder hat Musk seitdem diese Vision wiederholt.
Doch wie es aussieht, schiebt der mittlerweile reichste Mensch der Welt seine Pläne nun auf. Auf X hat Musk verkündet, dass die Firma ihre Bemühungen zunächst auf den Bau einer Kolonie auf dem Mond fokussieren werde.
Deren Realisierung sei deutlich schneller möglich, innerhalb von zehn Jahren, so Musk. Für eine Kolonie auf dem Mars sei mindestens die doppelte Zeit nötig. Solche Zeitangaben sind aber ohnehin mit Vorsicht zu genießen. Musk verkündet oft Ziele, die praktisch nicht einzuhalten sind.
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